Thementage

Die Thementage richten sich an Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen, Psychologische PsychotherapeutInnen, PädagogInnen, ÄrztInnen und therapeutisch tätige MitarbeiterInnen in Einrichtungen mit diesem Schwerpunkt.
Alle Veranstaltungen werden von der Psychotherapeutenkammer als Fortbildungsveranstaltung zertifiziert.


Das Sandspiel nach Dora Kalff ist ein Medium des Ausdrucks der innerseelischen Welt. In Einzelbildern oder Prozessen zeigen sich der Flow des Lebens und die Ankerungen ans Ich-Selbst.

Mein Zugang ist Schauen … - Sehen … - Vielleicht … ? In den Bildern von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen können wir den Prozess der Individuation schauen. Ihn sehen. Und vielleicht … ihnen Begleitung anbieten.

Kollegiale Reflektion, Austausch und Erweiterung mit Sandspiel. (begrenzte Teilnehmerzahl)

Termin:

5 Termine 18:30 - 20:45 Uhr
Donnerstag, 28.01.21 oder Mittwoch 10.02.21
KIKT Akademie
Die weiteren Termine können in der Gruppe abgesprochen werden.

Kosten:

80 € / pro Termin

Das therapeutische Sandspiel ist eine Methode, die mit praktischer, schöpferischer Gestaltung im Sandkasten verbunden ist. Eine Vielzahl unterschiedlicher Figuren lässt spontane Darstellungen auch unbewusster Problematiken im Sand entstehen. Der unberührte Sandkasten hat einen hohen Aufforderungscharakter, die Bilder der inneren Welt des Kindes finden einen Ausdruck im Sandbild. Die Hände bilden dabei eine Brücke zwischen Innen- und Außenwelt. Diese Sandbilder haben einen hohen diagnostischen und therapeutischen Wert.

Der Kurs findet an zwei Seminartagen statt.
Teil 1: Grundlagen der Sandspieltherapie am konkreten Material und anhand von Beispielen; Selbsterfahrungsanteil
Teil 2: Besondere Konstellationen im Sandspiel, weiterführende Ansätze anhand von Videobeispielen; Supervisionsmöglichkeiten

Begrenzte Teilnehmerzahl

Termin:

Kurs Herbst: 25.09. und 20.11.2021,
Samstags 10 - 18 Uhr

Kosten:

360 € für Frühjahrskurs bzw. Herbstkurs

Geschlechtsinkongruenz, Geschlechtsdysphorie, Transgender und non-binary, die Diskussion der geschlechtlichen Vielfalt ist nicht erst nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum "dritten Geschlecht" in der Gesellschaft angekommen. Das immer frühere Coming Out betroffener Jugendlicher, die therapeutische Unterstützung suchen, stellt unsere Auffassung von den Konzepten zur (Zwei)Geschlechtlichkeit in Frage und TherapeutInnen zum Teil vor besondere diagnostische und therapeutische Herausforderungen.

Anhand von Fallbeispielen, gerne auch aus dem Kreis der Teilnehmenden, sollen Fragen zur Begleitung der Transition, der Einschätzung komorbider Störungen, der Alltagserprobung und der Einleitung medizinischer Maßnahmen praxisnah erläutert und diskutiert werden.

Termin:

Samstag, 02.10.2021, 10 - 18 Uhr

Kosten:

170 €

In diesem Praxisseminar geht es um das Erfahren der Achtsamkeit und des (Selbst-) Mitgefühls als eine Haltung der freundlichen Präsenz und Selbstfürsorge sowie um den Transfer in den psychotherapeutischen Alltag.
Der Schwerpunkt des Kurses liegt auf der Selbsterfahrung. Es werden klassische Übungen aus verschiedenen säkularen Achtsamkeitsprogrammen angeleitet, so dass KursteilnehmerInnen die stressre-duzierende und resilienzfördernde Wirkung der Praxis der Achtsamkeit spüren und auf sich wirken lassen können.

Im anschließenden Reflektions- und Transferteil stehen der berufliche Alltag sowie die therapeutische Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Eltern im Vordergrund.
Für den Selbsterfahrungsteil bitte eine dicke Matte und eine warme Decke, eventuell Meditationskissen, bequeme Kleidung und dicke Socken mitzubringen, so dass ein Liegen und Sitzen auf dem Boden möglich ist.
Die Übungen können auch auf einem Stuhl durchgeführt werden.

Termin:

Samstag, 19.06.2021, 10-18 Uhr

Kosten:

170 €

Beim Mutismus wird auch von einer Sprachphobie gesprochen, die der Schulphobie ähnelt. Wie bei der Schulphobie existiert eine Unterdrückung aggressiver Strebungen gegen die Mutter, um die Abhängigkeit von ihr aufrecht zu erhalten. Die Beziehungen sind dabei sehr ambivalent, die Trennungsangst ist hoch. Alle Beispiele mutistischer Kinder zeigen extrem hohe Trennungsängste, verbunden mit einer oralen Fixierung. Die Kinder wenden sich exzessiv den Müttern zu, wenn die frühe Fremdenangst mobilisiert wird. Es entsteht ein Stadium spezieller früher Intimität, eine exklusive Mutter-Kind-Beziehung, die jenseits von Worten ist. Sie verstehen sich ohne Worte und benutzen eine nonverbale Sprache des Sehens und der Gestik.

Diese nonverbale Kommunikation ist näher am Primärprozess, ist eine Regression im Dienste der Abwehr von Trennungsangst. Stottern ist eine neurotische Störung, der unbewusste Konflikte zugrunde liegen. In den Anfangszeiten der Psychoanalyse wurde es als konversions-neurotisches und zwangsneurotisches Symptom verstanden, auch mit phallischen, oralen und exhibitionistischen Tendenzen. Stottern dient als Reaktionsbildung der Abwehr von Aggression und Verfolgungsängsten. Autonomiewünsche lösen Schuldgefühle aus, und das Kind bleibt in einer unlösbaren Abhängigkeitsproblematik verstrickt. Meist liegt der Beginn des Stotterns in der Phase der Sprachentwick-lung (3.-6. Lebensjahr). In dieser Zeit spricht man auch von Entwicklungsstottern, das meist spontan aufhört. Weitere Häufungen liegen beim Eintritt in den Kindergarten, beim Schuleintritt und in der Pubertät. Das Geschlechterverhältnis liegt bei 4:1 zu Lasten der Jungen.

Termin:

Samstag, 26.06.2021, 10 – 18 Uhr

Kosten:

170 €

Die Symbolkonfrontation ist eine im wahrsten Sinne herausfordernde Technik in der KIP. Objektrepräsentanzen können ressourcenorientiert, aber eben auch konfliktfokussiert angegangen werden.

Das Seminar wird einen Schwerpunkt in der Elternarbeit mit Symbolkonfrontation haben und Techniken vermitteln, potentiell schwierige Begegnungen im Tagtraum zu meistern. Die gezielte Traumakonfrontation wird ausgespart.

Das Seminar richtet sich an Therapeuten und Therapeutinnen mit KIP-Erfahrung.

Termin:

Samstag, 18.09.2021, 10 – 18 Uhr

Kosten:

170 €

Eine auf 8 Teilnehmer und Teilnehmerinnen begrenzte Gruppe, die nicht nur Themen des anschließenden Seminars besprechen kann, sondern Fallsupervision bietet.

Termin:

Freitag, 14.01.2022, 15 – 18 Uhr

Kosten:

85 €

Dieser Workshop beschäftigt sich mit der vernachlässigten Rolle von Vätern. Dies wird unter anderem im Kontext gesamtgesellschaftlicher Veränderungen in der Vaterrolle und der väterlichen Identität betrachtet, aber auch bezüglich der bedeutsamen Funktion von Vätern für die kindliche Entwicklung, insbesondere die Grenzziehung zwischen sich und anderen, dem Erwerb von strukturellen Fähigkeiten wie der Emotionsregulierung und der Autonomieunterstützung.

Der Beitrag von Vätern zur Bindungsentwicklung wurde lange übersehen, und so zeigt sich am Beginn der Vaterschaft besonders deutlich seine Rolle als Schutzfaktor und sicherer Ort. Am Beginn der Vaterschaft stehen aber auch die sehr konträren Herausforderungen, die an Väter in der Partnerschaft gestellt werden: Bindung und Erotik- geht das überhaupt zusammen?

Ein weiterer Schwerpunkt wird die Elternarbeit sein, auch bei sehr kleinen Kindern und Trennungskindern, in der es verstärkt um die Einbeziehung von Vätern geht.

Das Mitbringen von Fallvignetten ist sehr erwünscht.

Lit.: Inge Seiffge-Krenke (2016). Väter, Männer und kindliche Entwicklung. Ein Lehrbuch für Psychotherapie und Beratung. Berlin und Heidelberg: Springer.

Termin:

Samstag, 15.01.2022, 10-18 Uhr

Kosten:

170 Euro

Wir wissen, dass Babys sensible, aufmerksame Wesen sind, die bereits von den pränatalen Erfahrungen und der Geburt geprägt sind. Die frühen Grunderfahrungen können nicht nur die Selbstregulationsfähigkeit der Babys und Kleinkinder, sondern auch die Reaktionen in späteren Stresssituationen und Übergangsphasen beeinflussen.

In diesem Seminar werden die Geburt und die verschiedenen Stadien aus der Perspektive des Babys und die möglichen psychologischen Konsequenzen betrachtet. Hierbei gilt es, auch die Beziehungsdynamiken zwischen Mutter und Baby während der Geburt zu verstehen.

Aus den Erfahrungen der SchreiBabyAmbulanz werden die Auswirkungen von Geburtstraumata auf die Selbstregulationsfähigkeit und das Bindungsgeschehen am Beispiel des Schlafverhaltens erläutert und wie Babys und Kleinkinder ihre Geburtserfahrungen mitteilen. Es eröffnen sich vielleicht neue Möglichkeiten in der psychotherapeutische Arbeit mit Kindern / Jugendlichen sowie auch Erwachsenen, wenn die möglichen Belastungen und Herausforderungen während der Geburt und die damit einhergehenden Themen verstanden werden.
Das Einbringen von Fällen ist willkommen. Sie erhalten zur Vorbereitung weitere Infos.

Termin:

Samstag, 30.10.2021, 10 – 18 Uhr

Kosten:

170 Euro

Die Arbeit mit präverbal traumatisierten Kindern und ihren Bezugssystemen stellt eine besondere Herausforderung für die Therapie dar. Nonverbale Kommunikationsanteile und Inszenierungen des Unaussprechlichen müssen erst wahrgenommen und - mit allen Beteiligten - gemeinsam verstanden werden, um verständnisvoll und unterstützend intervenieren zu können.

Basis des Verstehens ist die Akzeptanz des "guten Grundes und sinnvollen Zieles" der Handlungen von traumatisierten Kindern, unabhängig davon, wie verrückt, unlogisch oder bedrohlich das Verhalten ist. Dabei ist es wichtig, auch das Erleben und Verhalten der Bezugspersonen mitzusehen. Fehlt das Verstehen für die Übertragung, laufen Bezugspersonen und auch Behandler und Behandlerinnen Gefahr, entweder eine sekundäre Traumatisierung zu erleiden, oder Täter oder Täterin zu werden.

Die Theorie der traumatisierenden Übertragung wird vorgestellt und anhand von Beispielen erläutert. Das Konzept der traumatisierenden Übertragung ist schulenübergreifend einsetzbar.
Fallbeispiele werden gerne aufgegriffen.

Termin:

Samstag, 06.11.2021, 10 – 18 Uhr

Kosten:

170 Euro

Die Katathym Imaginative Psychotherapie (KIP) ist eine spezielle Methode der Tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie. Sie wurde ab den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts von Hanscarl Leuner entwickelt. Die KIP arbeitet systematisch mit inneren Bildern, sog. katathymen Bildern oder Imaginationen. "Katathym", d.h. der Seele gemäß, weist auf den besonderen Charakter der Imaginationen hin. Unbewusste Wünsche, Ängste, Konflikte und Beziehungskonstellationen stellen sich in den dialogisch begleiteten Imaginationen erlebnisnah (sinnlich, körperlich, affektiv) szenisch und symbolisch dar und werden so einer Bearbeitung zugänglich. Neben der Konfliktbearbeitung geht es in der KIP um Ressourcenaktivierung und die Entfaltung der Kreativität.

Das Einführungsseminar bietet eine theoretische Einführung in die Grundlagen der Methode und einen Überblick über den Einsatz der KIP in der Therapie von Kindern und Jugendlichen. Der Imaginationsprozess wird durch einführende Übungen kennengelernt und anhand von Fallbeispielen illustriert.
Literatur: Wienand, F. & Bauer-Neustädter, W.(2021): Katathym Imaginative Psychotherapie mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Stuttgart: Kohlhammer.

Termin:

Samstag, 13.11.2021, 10 – 18 Uhr

Kosten:

170 €

Nach einer kurzen Einführung in die Grundlagen der Bindungstheorie (was ist/wie entsteht/wie zeigt sich und wie verläuft Bindung) sollen in dem Seminar Psychoedukations- und Diagnostikmethoden der Bindungsforschung vorgestellt und vor allem eingeübt werden. Neben den Diagnoseinstrumenten Child Attachment Interview CAI, dem Separation Anxiety Test SAT und vor allem dem Geschichtenergänzungsverfahren GEV-B, das ausführlich dargestellt und anhand einiger Videobeispiele eingeübt wird, werden auch Methoden der Psychoedukation zum Thema Bindung, wie z.B. die Bindungs- und Beziehungswippe, vorgestellt und demonstriert.

Ziel ist es, Bindungsmuster von Kindern zu erkennen und das Thema Eltern anschaulich erklären und nahe bringen zu können.
Weitere bindungsspezifische Aspekte und deren Diagnostik können je nach Interesse der Teilnehmer noch vorgestellt werden.

Termin:

Samstag, 27.11.2021, 10 – 18 Uhr

Kosten:

170 €

Im Spiel drücken Kinder aus, was sie beschäftigt. Als Medium eignet sich hierzu besonders die Sandspieltherapie, bei der mit Miniaturfiguren Szenen in Sandkästen gestaltet werden. Dabei entsteht auch Zugang zu traumatischen Szenen, die der bewussten Erinnerung verschlossen sind.

In der narrativen systemischen Sandspieltherapie werden problemassoziierte Sandbilder in Bewegung gebracht; sie werden zur Momentaufnahme in einer Geschichte, die sich in die Zukunft öffnet. Lösungsideen werden anschließend vom Kind selbsttätig umgesetzt und wirkungsvoll geankert. In anderen Fällen reicht der Raum der Kindertherapie nicht aus: Viele Sandbilder verweisen auf Themen, die nur im Rahmen von Familientherapie lösbar sind. Sandspiel lässt sich hier gut verwenden, um zirkuläre Muster zu erkennen, Probleme zu externalisieren und Metaphern zu erfinden, mit denen Lösungsideen im Alltag verankert werden können.

Narratives Sandspiel bringt Eltern und Kinder auf neue Art miteinander in Kontakt. Es eignet sich sehr bei Familien-, Paar- und Geschwisterkonflikten, in der Elternberatung, und ist übertragbar auf die Arbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen.
Anhand von Bildern aus der Sandspieltherapie wird gezeigt, wie mit Sandspiel systemisch gearbeitet werden kann. Dabei bietet sich Gelegenheit, in der Anwendung der Methode auch selbst praktische Erfahrungen "im Sand" zu sammeln.

Termin:

Samstag, 04.12.2021, 10 – 18 Uhr

Kosten:

170 €

Die Diskrepanz zwischen den aufgeklärten Bildungsinhalten und den tatsächlichen Beziehungsdilemmata, die Mädchen lösen müssen, führen häufig über zentrale Beziehungskonflikte zu psychischen Störungen.

Was ist daran "typisch weiblich"? Welche besonderen Merkmale haben die Beziehungen der Mädchen zu ihren Müttern, ihren Vätern, Geschwistern und Freundinnen? Wie entwickeln sich Babymädchen, Kindergarten- und Schulmädchen sowie die weibliche Jugendliche, und warum führt die besondere Beziehungsfähigkeit der Mädchen sie in so viele Abhängigkeiten und Konflikte? Wie konnte es zudem dazu kommen, dass das Mädchen psychoanalytisch als "unvollständiger Junge" oder "kleine Frau" gesehen und erst jetzt so richtig entdeckt wurde?
Dies sind einige Fragen, die diskutiert werden können.

Termin:

Samstag, 11.12.2021, 10 – 18 Uhr

Kosten:

170 €

Fort- und Weiterbildungsthemen

...für Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen, Psychologische PsychotherapeutInnen, PädagogInnen, ÄrztInnen und therapeutisch tätige MitarbeiterInnen.


Veranstalter

KIKT Akademie e.V.
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