Thementage

Die Thementage richten sich an Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen, Psychologische PsychotherapeutInnen, PädagogInnen, ÄrztInnen und therapeutisch tätige MitarbeiterInnen in Einrichtungen mit diesem Schwerpunkt.
Alle Veranstaltungen werden von der Psychotherapeutenkammer als Fortbildungsveranstaltung zertifiziert.


Eine auf 8 Teilnehmer und Teilnehmerinnen begrenzte Gruppe, die nicht nur Themen des anschließenden Seminars besprechen kann, sondern Fallsupervision bietet.

Termin:

Freitag, 14.01.2022, 15 – 18 Uhr

Kosten:

90 €

Dieser Workshop beschäftigt sich mit der vernachlässigten Rolle von Vätern. Dies wird unter anderem im Kontext gesamtgesellschaftlicher Veränderungen in der Vaterrolle und der väterlichen Identität betrachtet, aber auch bezüglich der bedeutsamen Funktion von Vätern für die kindliche Entwicklung, insbesondere die Grenzziehung zwischen sich und anderen, dem Erwerb von strukturellen Fähigkeiten wie der Emotionsregulierung und der Autonomieunterstützung.

Der Beitrag von Vätern zur Bindungsentwicklung wurde lange übersehen, und so zeigt sich am Beginn der Vaterschaft besonders deutlich seine Rolle als Schutzfaktor und sicherer Ort. Am Beginn der Vaterschaft stehen aber auch die sehr konträren Herausforderungen, die an Väter in der Partnerschaft gestellt werden: Bindung und Erotik- geht das überhaupt zusammen?

Ein weiterer Schwerpunkt wird die Elternarbeit sein, auch bei sehr kleinen Kindern und Trennungskindern, in der es verstärkt um die Einbeziehung von Vätern geht.

Das Mitbringen von Fallvignetten ist sehr erwünscht.

Lit.: Inge Seiffge-Krenke (2016). Väter, Männer und kindliche Entwicklung. Ein Lehrbuch für Psychotherapie und Beratung. Berlin und Heidelberg: Springer.

Termin:

Samstag, 15.01.2022, 10-18 Uhr

Kosten:

170 Euro

Schwangerschaft und Geburt haben prägenden Einfluss auf das Leben, sind aber auch häufig im Zusammenhang mit Symptomen oder Verhaltensauffälligkeiten neu zu verstehen, anamnestisch zu erforschen und das Wissen um sie ist in die therapeutische Behandlung zu integrieren. Die Auswirkungen auf die Mutter-Vater-Kind-Bindungen auch unter Berücksichtigung des besonderen Themas "Kaiserschnitt" werden beleuchtet. Die Grundlagen der Prä- und perinatal basierten (Spiel-) Therapie© nach Thurmann bilden den Fokus dieses Fortbildungstages.

Termin:

Samstag, 05.02.2022, 10 – 18 Uhr, Köln 

Kosten:

170 Euro

Dieses Seminar möchte auch die Wirkungen der Corona-Pandemie mit allen Einschränkungen auf Angstentwicklung von Kindern und Jugendlichen beschreiben. Viren sind furchterregend, gefährlich und unberechenbar. Sie sind auch unsichtbar und allgegenwärtig. Das bewirkt frei flottierende Ängste. Folgen wir den Erkenntnissen von Virologie und Medizin, kann aus diesen Ängsten Realangst oder Furcht entstehen. Dann können wir aktive Gegenmaßnahmen ergreifen, etwa Abstand halten, Hygieneregeln und Atemschutzmaske. Doch nicht allen Menschen gelingt es, solche Infektionsschutzmaßnahmen als folgerichtige Realität anzuerkennen. Dann kann es zu Verkennungen der Wirklichkeit kommen. Werden reale Ängste und ihre Ursachen geleugnet, können Ängste immer irrationaler und archaischer werden und viele andere Abwehrmaßnahmen aktivieren.

In diesem Seminar soll aber auch über das psychoanalytische Verstehen von Ängsten, über unterschiedliche Angstarten und über Entstehung, Diagnose und psychoanalytische sowie tiefenpsychologisch fundierte Behandlungen von Angststörungen referiert werden. Die folgenden Krankheitsbilder werden ausführlich dargestellt und mit Fallvignetten illustriert, deren Psychodynamiken herausgearbeitet werden: Trennungsangst, generalisierte Angst, Phobie, insbesondere die Schulphobie, Traumatische Ängste und das Verschwinden von Realangst bei schweren narzisstischen Störungen. Depressive Störungen und ihre Abgrenzung zu den Angststörungen kommen auch zur Sprache.

Termin:

Samstag, 07.05.2022, 10 – 18 Uhr, Köln 

Kosten:

170 Euro

Die griechische Mythologie hat unsere westliche Kultur sehr geprägt. In der Malerei, der Literatur und auf fast jedem Theaterspielplan wird dieses sichtbar, aber auch die Helden in den Computerspielen, Serien oder Filmen, mit denen sich die Kinder und Jugendlichen beschäftigen und identifizieren, gründen auf den Helden der Antike.

In der Einzeltherapie und in der Familientherapie bieten Mythen und Märchen die Möglichkeit, innere Konflikte dem Gegenüber vorsichtig näher zu bringen, da dies nicht so bedrängend ist. Es gilt ganz in Anlehnung an Freud: Aus einem alleinigen Konflikterleben wird ein allgemeines Konflikterleben.

Am Vormittag werden verschiedene, bekannte Mythen vorgestellt, die die psychoanalytische Lehre geprägt haben, unter anderem der Mythos König Ödipus, Narziss und auch unbekanntere Mythen. Es erscheint sinnvoll, die "Familiengeschichte", besonders die Vaterfigur, im Mythos Ödipus genauer anzuschauen, da oft transgenerationale Traumatisierungen vorliegen.

Nachmittags werden Fälle besprochen mit ganz praktischen Anwendungen der Mythen in der Psychotherapie. Die Teilnehmenden können sehr gerne eigene Fälle einreichen.

Termin:

Samstag, 21.05.2022, 10 – 18 Uhr, Köln 

Kosten:

180 €

Die Integrative Bindungsorientierte Traumatherapie (I.B.T.) wurde von Frau Katrin Boger für die Behandlung von traumatisierten Säuglingen und Kleinkindern entwickelt. Auf der Grundlage der I.B.T. werden Bestandteile der Ego State (EST), PITT und anderer Traumatherapiemethoden für die Behandlung von traumatischen und psychosomatischen Erkrankungen bei Jugendlichen und Erwachsenen mit einbezogen. Ziel der Behandlung ist es, die Jugendlichen passend zu ihrem Alter, Entwicklungsstand und ihrer Bindungserfahrung von "damals", also während des Traumas und der psychosomatischen Erkrankung, zu behandeln. Somit entsteht eine Integration des traumatischen Erlebens im "Hier und Jetzt".

Diese Form der Behandlung eignet sich bei langjährigen psychosomatischen Beschwerden wie Übelkeit, Bauchschmerzen, Schwindel, Kopfschmerzen; bei traumatischen Erlebnissen nach Frühgeburt, OP´s nach der Geburt, Herzerkrankungen, frühkindlichen Traumatisierungen und auch beim Umgang mit der Einstellung auf Diabetes, Erkrankungen mit Morbus Crohn und Colitis ulcerosa und vieles mehr.
EMDR Kenntnisse und traumabezogenes Grundwissen sind für die Teilnahme hilfreich.

Termin:

Samstag, 28.05.2022, 10 – 18 Uhr, Köln

Kosten:

170 €

Ausgehend vom Mentalisierungskonzept werden Haltung und Technik vermittelt und vertieft, die eine tragende und Autonomie respektierende Begleitung der Imagination ermöglichen, auch, wenn es gerade schwierig scheint. Nach einer kurzen theoretischen Einführung wird viel Raum für individuelle Wünsche bleiben. Gerne können Fallvignetten und auch Aufnahmen mitgebracht werden.

Der Kurs richtet sich an KIP-erfahrene TherapeutInnen, die ihre Technik erweitern und festigen wollen.

Termin:

Samstag, 03.09.2022, 10-18 Uhr, Köln

Kosten:

170 €

Geschlechtsinkongruenz, Geschlechtsdysphorie, Transgender und non-binary, die Diskussion der geschlechtlichen Vielfalt ist nicht erst nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum "dritten Geschlecht" in der Gesellschaft angekommen. Das immer frühere Coming Out betroffener Jugendlicher, die therapeutische Unterstützung suchen, stellt unsere Auffassung von den Konzepten zur (Zwei)Geschlechtlichkeit in Frage und BehandlerInnen zum Teil vor besondere diagnostische und therapeutische Herausforderungen. Anhand von Fallbeispielen, gerne auch aus dem Kreis der TeilnehmerInnen, sollen Fragen zur Begleitung der Transition, der Einschätzung komorbider Störungen, der Alltagserprobung und der Einleitung medizinischer Maßnahmen praxisnah erläutert und diskutiert werden

Termin:

Samstag, 10.09.2022, 10-18 Uhr, Köln

Kosten:

170 €

Nicht nur in der Diagnostik kann das Familienbrett im Einzelsetting, sondern auch mit der ganzen Familie oder mit Paaren eingesetzt werden. Die Grundausstattung mit Aufstellungsfiguren kann unter verschiedenen Fragestellungen mit Symbolen unterschiedlichster Art erweitert werden. Dies wird anhand von Falldarstellungen oder eigenen Darstellungen praxisnah aufgezeigt.

Während sich das Familienbrett intensiv mit den Beziehungen untereinander oder zu sich selbst beschäftigt, bietet die Genogrammarbeit die Ordnungen über die Generationen hinweg an. Zusammenhänge, Verstrickungen oder auch Aufträge innerhalb unterschiedlichster Familiensystemen sind anhand der Zeichnung oder auch figuralen Darstellung erkennbar. Beide Methoden sind direkt in die Praxis umsetzbar.

Termin:

Samstag, 24.09.2022, 10 – 18 Uhr

Kosten:

170 €

Wir wissen, dass Babys sensible, aufmerksame Wesen sind, die bereits von den pränatalen Erfahrungen und der Geburt geprägt sind. Die frühen Grunderfahrungen können nicht nur die Selbstregulationsfähigkeit der Babys und Kleinkinder, sondern auch die Reaktionen in späteren Stresssituationen und Übergangsphasen beeinflussen.

In diesem Seminar werden die Geburt und die verschiedenen Stadien aus der Perspektive des Babys und die möglichen psychologischen Konsequenzen betrachtet. Hierbei gilt es, auch die Beziehungsdynamiken zwischen Mutter und Baby während der Geburt zu verstehen.

Aus den Erfahrungen der SchreiBabyAmbulanz werden die Auswirkungen von Geburtstraumata auf die Selbstregulationsfähigkeit und das Bindungsgeschehen am Beispiel des Schlafverhaltens erläutert und wie Babys und Kleinkinder ihre Geburtserfahrungen mitteilen. Es eröffnen sich vielleicht neue Möglichkeiten in der psychotherapeutische Arbeit mit Kindern / Jugendlichen sowie auch Erwachsenen, wenn die möglichen Belastungen und Herausforderungen während der Geburt und die damit einhergehenden Themen verstanden werden.
Das Einbringen von Fällen ist willkommen. Die Teilnehmenden erhalten zur Vorbereitung weitere Infos nach der Anmeldung.

Termin:

Samstag, 29.10.2022, 10 – 18 Uhr

Kosten:

170 Euro

Die Arbeit mit pränatal und früh traumatisierten Kindern und Jugendlichen konfrontiert die Therapeutinnen und Therapeuten mit einer Reihe bizarrer Verhaltensweisen, merkwürdigen Affekten, körperlichen Sensationen und Befremdlichkeiten sowie eigenartigen Denkmustern und Verarbeitungsweisen. Für die therapeutische Arbeit ist es wichtig, diese dissoziativen Phänomene als solche wahrzunehmen und in ihrer Bedeutung für die kindlichen Überlebensstrategien zu verstehen und anzuerkennen. Nur dann haben die Kinder und Jugendlichen eine Chance, ihr Verhalten zu verstehen und die angebotene therapeutische Beziehung für die Aufarbeitung und Integration des Erlebten altersadäquat zu nutzen.

Im Seminar werde theoretische Kenntnisse zur Dissoziation bei pränatal und früh traumatisierten Kindern vermittelt. Beispiele – gerne auch von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern – werden zum Praxistransfer genutzt.

Termin:

Samstag, 05.11.2022, 10 – 18 Uhr

Kosten:

170 Euro

Die Katathym Imaginative Psychotherapie (KIP) ist eine spezielle Methode der Tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie. Sie wurde ab den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts von Hanscarl Leuner entwickelt. Die KIP arbeitet systematisch mit inneren Bildern, sog. katathymen Bildern oder Imaginationen. "Katathym", d.h. der Seele gemäß, weist auf den besonderen Charakter der Imaginationen hin. Unbewusste Wünsche, Ängste, Konflikte und Beziehungskonstellationen stellen sich in den dialogisch begleiteten Imaginationen erlebnisnah (sinnlich, körperlich, affektiv) szenisch und symbolisch dar und werden so einer Bearbeitung zugänglich. Neben der Konfliktbearbeitung geht es in der KIP um Ressourcenaktivierung und die Entfaltung der Kreativität.

Das Einführungsseminar bietet eine theoretische Einführung in die Grundlagen der Methode und einen Überblick über den Einsatz der KIP in der Therapie von Kindern und Jugendlichen. Der Imaginationsprozess wird durch einführende Übungen kennengelernt und anhand von Fallbeispielen illustriert.
Literatur: Wienand, F. & Bauer-Neustädter, W.(2021): Katathym Imaginative Psychotherapie mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Stuttgart: Kohlhammer.

Termin:

Samstag, 12.11.2022, 10 – 18 Uhr

Kosten:

170 €

Die Diskrepanz zwischen den aufgeklärten Bildungsinhalten und den tatsächlichen Beziehungsdilemmata, die Mädchen lösen müssen, führen häufig über zentrale Beziehungskonflikte zu psychischen Störungen.

Was ist daran "typisch weiblich"? Welche besonderen Merkmale haben die Beziehungen der Mädchen zu ihren Müttern, ihren Vätern, Geschwistern und Freundinnen? Wie entwickeln sich Babymädchen, Kindergarten- und Schulmädchen sowie die weibliche Jugendliche, und warum führt die besondere Beziehungsfähigkeit der Mädchen sie in so viele Abhängigkeiten und Konflikte? Wie konnte es zudem dazu kommen, dass das Mädchen psychoanalytisch als "unvollständiger Junge" oder "kleine Frau" gesehen und erst jetzt so richtig entdeckt wurde? Dabei geht es auch um aktuelle Entwicklungen wie Transgender und die Frage, warum aggressive Körpermanipulationen bei Mädchen so häufig vorkommen.

Termin:

Samstag, 26.11.2022, 10 – 18 Uhr

Kosten:

170 €

Fort- und Weiterbildungsthemen

...für Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen, Psychologische PsychotherapeutInnen, PädagogInnen, ÄrztInnen und therapeutisch tätige MitarbeiterInnen.


Veranstalter

KIKT Akademie e.V.
Antwerpener Str. 46
50672 Köln


Fax

0221 511797