Workshops

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Workshops am Vormittag

Preis
(Vorträge am Vor- + Nachmittag inbegriffen):

520,00 Euro

Gesamtpreis bei Buchung eines Vormittags- + Nachmittagsworkshops 
(Vorträge am Vor- + Nachmittag inbegriffen) 

640,00 Euro


Geht man von der demographischen Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland aus, kann man feststellen, dass Deutschland eine multikulturelle, multiethnische und multireligiöse Vielfalt darstellt. Dies spiegelt sich auch bei der Zusammensetzung der Klientel unserer Einrichtungen bzw. Praxen, den Eltern, Kindern und Jugendlichen wider.

Der Einfluss der Familien wird immer wieder als normierende und verhaltenssteuernde Kraft erlebt, deshalb ist es von großer Bedeutung, sich mit den Familienstrukturen auseinanderzusetzen.
Nicht selten kommt es zu Missverständnissen oder Konflikten im Arbeitsalltag, die auf unterschiedliche Kommunikationsmuster zurückzuführen sind. Um sprachliche, kulturelle, religiöse und ethische Besonderheiten der Betroffenen wahrnehmen und Bedeutungszusammenhänge herstellen zu können, diese zu reflektieren und in eigene Handlungs- und Behandlungsprozesse integrieren zu können, bedarf es interkultureller Kompetenz i.S. einer kultursensiblen und achtsamen Annäherung.

Insbesondere die Lebenswelten, in denen sich Kinder und Jugendliche, deren Eltern einen Migrationshintergrund aufweisen, entwickeln, unterscheiden sich dabei nicht nur in kultureller Hinsicht, sondern auch im Hinblick auf ein unterschiedliches Erziehungs- und Bildungsverständnis.
Ziel ist von daher das Verhaltensrepertoire für interkulturelle Begegnungen zu erweitern, Erfahrungen zu reflektieren, Denk- und Verhaltensmuster zu erkennen und neue Handlungsstrategien zu entwickeln.

Montag, 10.06. bis Freitag, 14.06.2019, jeweils 10:30-13:30 Uhr
Max. Teilnehmerzahl: 24

Im Seminar liegt der Schwerpunkt auf der gemeinsamen Reflexion der von den TeilnehmerInnen mitgebrachten Fallvignetten aus ihrer therapeutischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Auf diese Weise soll in die wichtigsten theoretischen Konzepte der Selbstpsychologie eingeführt werden.
Der Psychoanalytiker Heinz Kohut (1913 in Wien geboren und aufgewachsen, 1981 in Chicago verstorben) begründete die psychoanalytische Selbstpsychologie. Sie bietet mit ihrer Fokussierung auf nicht erfüllte oder auch entsprechend beantwortete Entwicklungsbedürfnisse ein sehr hilfreiches Konzept für das Verständnis des Selbsterlebens von Kindern und Jugendlichen.

Das selbstpsychologische Verständnis der menschlichen Entwicklung setzt bei den Erfahrungen in den ersten Lebensjahren an, in denen sich das Selbst entwickelt. Damit das Selbst des Kindes Kohärenz und Kontinuität - also Stabilität in Raum und Zeit - erreichen kann, braucht es eine empathische Umgebung. Und es braucht Personen, die seine Strebungen spiegeln, ebenso wie Personen, die idealisiert werden können und Personen, die als Vorbilder da sind, mit denen es sich (in manchen Aspekten) gleich erleben kann. Erlebt das Kind in dieser Entwicklung Defizite, die es nicht durch eigene (insbesondere kompensatorische) Aktivität ausgleichen kann, so bleibt das Selbst des Kindes fragmentierungsanfällig. Ein späteres frustrierendes oder sogar traumatisches Ereignis kann zur Desintegration des Selbst führen.

Ein wesentlicher Blickwinkel in der Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen unter selbstpsychologischen Aspekten ist das Konzept der „pathologischen Anpassung“ von Bernard Brandchaft. In diesem Konzept wird ein spezieller Konflikt der frühen Entwicklung herausgegriffen: Dem Wunsch, „authentisch selbst zu sein“ bzw. „ sein Eigenes“ zu leben, stehen die Erwartungen der wichtigen Bezugspersonen gegenüber. In diesen Momenten erlebt das Kind das lebensnotwendige Band (die Verbindung) zu diesen aber als gefährdet und passt sich unter Preisgabe der eigenen Strebungen an die Erwartungen der Eltern an. Es erlebt „so wie sie“, was zu inneren, oft lebenslangen Konflikten (der pathologischen Anpassung) führt. Darüber hinaus zu den entsprechenden Beziehungsproblemen.

Montag, 10.06. bis Freitag, 14.06.2019, jeweils 10:30-13:30 Uhr
Max. Teilnehmerzahl: 18

Aufgrund der lebenslangen Abhängigkeit von den Eltern, dem Leben in pädagogischen Einrichtungen und der eingeschränkten Verbalisierungsfähigkeit sind KJP besonders geeignet und berechtigt, nicht nur mit Kindern sondern auch mit Erwachsenen mit geistigen Behinderungen analytisch zu arbeiten.

Der Workshop soll anregen, an den Instituten der KJP spezielle Ambulanzen für Kinder und Erwachsene mit geistigen Behinderungen zu etablieren.

Montag, 10.06. bis Freitag, 14.06.2019, jeweils 10:30-13:30 Uhr
Max. Teilnehmerzahl: 24

Literaturhinweise:
Heinemann, E., Psychische Störungen bei geistiger Behinderung,
In: Hiller/Leibing/Leichsenring/Sulz (Hrsg.), Lehrbuch der Psychotherapie, Band V: Psychoanalytische und tiefenpsychologisch fundierte Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie, München 2007, S. 433-442

Heinemann, E., Hopf, H., Psychische Störungen in Kindheit und Jugend. Symptome - Psychodynamik - Fallbeispiele- psychoanalytische Therapie, 5. überarbeitete und erweiterte Auflage, Stuttgart 2015, darin: Kap. IV, S.201-245 und Kap. VI.3, S. 334-351

An 5 Vormittagen bearbeiten wir die Mythen der Ägypter, die Mythen der Griechen, die Mythen der Etrusker, die Mythen der Germanen und die Mythen der Kelten.

Montag, 10.06. bis Freitag, 14.06.2019, jeweils 10:30-13:30 Uhr
Max. Teilnehmerzahl: 24

Inhalte des Workshops: 

  • Diagnostik, Epidemiologie und Differentialdiagnostik der Emotionsregulationsstörungen mit Betonung der Borderline-Persönlichkeitsstörung
  • das ätiologische Verständnis der Borderline-Persönlichkeitsstörung aus Sichtweise der DBT (Biosoziale Theorie)
  • das therapeutische Verständnis der DBT (Grundannahmen)
  • Therapiestruktur und Module<
  • Behandlungsziele/ Zielhierarchisierung
  • Commitmentarbeit
  • Behandlungsstrategien in der Einzel- und Gruppentherapie (Skillstraining)

Methoden

  • Unterricht mit Handouts
  • Kleingruppenarbeit
  • Rollenspiele

Montag, 10.06. bis Freitag, 14.06.2019, jeweils 10:30-13:30 Uhr
Max. Teilnehmerzahl: 24

Angefangen mit einer konstruktivistischen Hinführung auf das bio-psycho-soziale Model, wird anhand von Fallbeispielen, Imaginationen und Übungen zum Embodiment ein psychodynamisch-systemisches psychosomatisches Modell vermittelt und ein ganzheitliches Verstehen körpernah verankert.

Montag, 10.06. bis Freitag, 14.06.2019, jeweils 10:30-13:30 Uhr
Max. Teilnehmerzahl: 20

Kindheit und Jugend sind durch die digitale Welt verändert, und diese Veränderung ist sehr dynamisch und schreitet weiter voran. Abhängigkeit und pathologische Nutzung von Medien stellen ein ernstzunehmendes Problem dar, aber auch in der normalen Entwicklung und bei anderen psychischen Störungen spielen elektronische Medien eine wichtige Rolle. Für Ärztinnen, Psychotherapeutinnen und andere mit Kindern und Jugendlichen befassten Berufe ist es entscheidend , ein Verständnis für die hochwirksamen Prinzipien der Attraktivität virtueller Welten zu entwickeln, um sinnvoll und zielgerichtet psychotherapeutisch arbeiten zu können.

In der Kinder- und Jugendpsychiatrie Bochum-Linden wurden seit 2009 einzeltherapeutische und gruppentherapeutische Verfahren und Methoden entwickelt, die in diesem Seminar dargestellt und anhand konkreter Beispiele diskutiert werden.
Die im Seminar verwendeten Methoden umfassen auch eigene Fallbeispiele, die in Kleingruppen bearbeitet und im Anschluss gemeinsam diskutiert werden, daher werden alle Teilnehmer gebeten, mindestens ein Fallbeispiel einzubringen.

Montag, 10.06. bis Freitag, 14.06.2019, jeweils 10:30-13:30 Uhr
Max. Teilnehmerzahl: 20

„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…“ (Herrmann Hesse)

Der Beginn einer Psychotherapie kann mit den neuen Leistungen der Psychotherapie-Richtlinie - der psychotherapeutischen Sprechstunde und der psychotherapeutischen Akutbehandlung - differenziert gestaltet werden. Der „Zauber“ liegt in den psychodynamischen Psychotherapien in der Gestaltung des Erstkontaktes zu Kindern, Jugendlichen und Eltern, in der Wahrnehmung erster Übertragungs- und Gegenübertragungselemente, der sich entwickelnden Szene in der therapeutischen Dyade oder Gruppe und den sich daraus ableitenden psychodynamischen Hypothesen.

Es ist dann therapeutische Kunst gleichzeitig auch ausreichend diagnostisches Material für eine Gesamteinschätzung des Behandlungsbedarfs, eine Indikationsstellung und einen Behandlungsplan zu entwickeln. Das Ende einer Psychotherapie kann durch die neu eingeführte Rezidivprophylaxe inzwischen flexibel gestaltet werden - oft finden sich am Ende Elemente des Anfangs einer Behandlung in szenischen Elementen wieder.

Im Seminar sollen die Chancen der genannten psychotherapeutischen Leistungen für die Gestaltung von Anfang und Ende einer Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen dargestellt und diskutiert werden und an Fallbeispielen verdeutlicht werden. Fallbeispiele können auch von Teilnehmern eingebracht werden.

Empfohlene Literatur:
Bender/Berner/Best/Dilling/Schaff/Uhlemann, Praxishandbuch Psychotherapie-Richtlinie und Psychotherapie-Vereinbarung, medhochzwei Verlag, Heidelberg 2018, 2. Auflage

Montag, 10.06. bis Freitag, 14.06.2019, jeweils 10:30-13:30 Uhr
Max. Teilnehmerzahl: 25

Die psychischen Phänomene im relationalen Feld der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie gestalten sich oftmals auf der Folie des handelnden Spiels bzw. im spielerischen Dialog. Psychodynamisch behandelnde Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen sind gefordert, sich auf die im Spiel inszenierten psychischen Zustände einzulassen. Sie müssen sie in der Beziehungserfahrung wahrnehmen, verstehen, übersetzen, beantworten und in einen Beziehungs- und Spieldialog einbringen.

Dies erfordert ein hohes Maß an konzeptioneller Kenntnis sowie Erfahrung im Umgang mit den vielfältigen Ausdrucksmitteln und Phänomenen, die sich im Spielgeschehen zeigen. Die Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen müssen sowohl über das theoretisch konzeptionelle Wissen verfügen, welches eine Spielanalyse möglich macht, als auch eine eigene professionsspezifische, personelle und relationale Kompetenz - ihre professionsspezifische „Spiel-Art“ - entwickeln, mit deren Hilfe sie das psychische Material ihrer Patienten in eine Spielbühne verwandeln können, in der Psychisches zum Ausdruck gebracht wird.
Das Ziel der Professionsspezifischen Selbsterfahrung ist dabei mehr als bloßes Erlernen der Methode. Es geht um deren persönliche Aneignung, um eine Integration von persönlichem Selbst und beruflicher Technik.

In dem Workshop werden verschiedene Selbsterfahrungsmöglichkeiten aus der Professionsspezifischen Gruppenselbsterfahrung „Lehrjahre sind Spieljahre” angeboten.
Im Fokus der Selbsterfahrung stehen inhaltlich fünf relevante Erfahrungsbereiche mit dem Spiel:

  1. Eigene Spielbiographie
  2. Spielerische Diagnostik Methoden
  3. Spiele aus dem praxeologischen Alltag
  4. Spiel und Rolle
  5. Spiele im entwicklungsbezogenen Kontext

Montag, 10.06. bis Freitag, 14.06.2019, jeweils 10:30-13:30 Uhr
Max. Teilnehmerzahl: 12

In unseren therapeutischen Arbeitsbeziehungen werden die frühkindlichen Beziehungserfahrungen mit ihren lebensprägenden Fortschreibungen - auf beiden Seiten - wirksam. Diese sind rekursiv, dabei analog, affektiv und motorisch repräsentiert. Wie also kann eine therapeutische Allianz auf der Grundlage frühen Interaktions- und Bindungswissens so ausgestaltet werden, dass neue Lösungsmöglichkeiten frei werden? Hier ist es hilfreich, nonverbalen und verbalen Zugang zum eigenen Bindungsstil und zu dem des Gegenübers zu erhalten und in der Praxis zu nutzen. Dazu werden wir systemisch-kreatives Handwerkszeug einsetzen, und auch den eigenen Bindungsstil erkunden. Ergänzend werde ich bislang vorliegende Forschungsergebnisse zu den Bindungsstilen psychosozialer Helfer vorstellen. Der Workshop ist selbsterfahrungsorientiert.

Montag, 10.06. bis Freitag, 14.06.2019, jeweils 10:30-13:30 Uhr
Max. Teilnehmerzahl: 18

Die heutzutage dominierende deskriptive und störungsspezifische Diagnostik kann jemanden im Vergleich zu anderen beschreiben, hilft aber nicht, seine Motive, Bedürfnisse, Sehnsüchte, Belastungen und Konflikte zu verstehen. Ohne Verstehen kann die Therapie aber nicht gelingen.
Die auf Subjektivität ausgerichteten, qualitativen und heuristischen projektiven Methoden liefern dagegen begründete Annahmen über die der Symptomatik zugrundeliegenden Psychodynamik, also die Konflikte und Abwehrmuster, die ja teils tief im Unbewussten wurzeln.

Die spielerische Methodik projektiver Verfahren kommt dem Kindesalter besonders entgegen. Die entstandenen Gestaltungen ermöglichen auch den Eltern unmittelbare und emotional bewegende Einsichten über ihr Kind.
Der Referent beschäftigt sich seit über 40 Jahren mit projektiven Verfahren und vermittelt im Seminar einen Überblick über Theorie und Praxis der wichtigsten projektiven Methoden im Kindes- und Jugendalter.

Literatur:
Wienand, Franz (2016): Projektive Diagnostik bei Kindern, Jugendlichen und Familien. Grundlagen und Praxis - ein Handbuch. Kohlhammer, Stuttgart.

Montag, 10.06. bis Freitag, 14.06.2019, jeweils 10:30-13:30 Uhr
Max. Teilnehmerzahl: 24

Dieser Workshop bietet die Möglichkeit, sowohl interpersonelle Bindungen und Beziehungen als auch intrapsychische Konstellationen zu betrachten. Dadurch werden die Dynamiken der Ursprungsfamilie und der Beziehungen in der aktuellen Familie, am Arbeitsplatz und in sonstigen sozialen Situationen erkennbar. Die daraus entstandenen Denk- Fühl- und Verhaltensmuster können reflektiert und Lösungsmöglichkeiten entwickelt werden.

Systemische Verflechtungen und Verwicklungen werden um psychodynamische Aspekte ergänzt. Dabei sind Erkenntnisse über Ressourcen  und Problemlösungen von vorrangiger Bedeutung.
Das Vorgehen ist prozess- und erlebnisorientiert und soll unbewusste Muster und Verstrickungen möglichst schonend bewusst machen. Lösungen werden erarbeitet und zur Durchführung angeboten. Die Entscheidung liegt beim Eigentümer des Problems. Das Vorgehen ist gleichermaßen für Selbsterfahrung, Coaching und Supervision geeignet.

Montag, 10.06. bis Freitag, 14.06.2019, jeweils 10:30-13:30 Uhr
Max. Teilnehmerzahl: 20


Workshops am Nachmittag

Preis
(Vorträge am Vor- + Nachmittag inbegriffen):

420,00 Euro

Gesamtpreis bei Buchung eines Vormittags- + Nachmittagsworkshops 
(Vorträge am Vor- + Nachmittag inbegriffen) 

640,00 Euro


In diesem Workshop geht es um die Verbindung von Symbolarbeit (nach Wollschläger & Wollschläger 1998) und Katathym Imaginativer Psychotherapie (KIP). Konkrete Symbole auf der einen Seite als verdichteter Ausdruck von Gefühlen, inneren Haltungen oder Konflikten werden auf der anderen Seite ergänzt und vertieft durch "katathyme" (affektgetragene) Imaginationen und die dazu gemalten Bilder, die ihrerseits innerpsychische Strukturen und Konflikte auf symbolische Weise abbilden.

Thematisch liegt der Schwerpunkt auf entwicklungsfördernden und identitätsbildenden Aspekten der Arbeit mit Jugendlichen mit Fragen wie z.B. Wer bin ich? Wer will ich sein?

Die Wissensvermittlung, illustriert durch Fallbeispiele, wird ergänzt durch selbsterfahrungsgetragenes Lernen.

Montag, 10.06. bis Donnerstag, 13.06.2019, jeweils 17:00 - 19:15 Uhr
Max. Teilnehmerzahl: 12

Der Workshop soll einen Einblick in die musiktherapeutische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen geben. Durch praktische Elemente soll eine Auseinandersetzung mit der eigenen Musik und der eigenen Musikbiografie angestoßen werden. Wo findet Musiktherapie Anknüpfungspunkte an die vier Grundorientierungen in der Psychotherapie und somit in der eigenen Arbeit?

Inhalte des Workshops:

  • Musik als Begleiter der Lebenszyklen: Vom Pränatalen Raum bis zur Adoleszenz.
  • Improvisation – Musik die mir zufällt.
  • Rezeption - „Wo sind wir, wenn wir Musik hören?“
  • Das Imaginative Musikerleben
  • Wie bringe ich mehr Musik in meinen therapeutischen Alltag?

Montag, 10.06. bis Donnerstag, 13.06.2019, jeweils 17:00 - 19:15 Uhr
Max. Teilnehmerzahl: 12

Die Sprache der Kinder ist das Spiel; nicht in Gesprächen, sondern mit Handlungen versuchen sie die Welt zu begreifen. Die spielerische Möglichkeit des „so tun als ob“ eröffnet im wahrsten Sinne des Wortes neue Spielräume, die Kinder erleben sich als Neuschöpfer und bringen die Welt in ihre Ordnung.
Die kindliche Entwicklung und Sozialisation findet zu einem großen Teil in der Gruppe der Gleichaltrigen statt. In unserer modernen Welt mit Kleinfamilie, Urbanisierung und einer immer mehr ausufernden Medienkultur nehmen die Möglichkeiten zur Begegnungen zwischen Kindern und zur Bildung von Kindergruppen ab bzw. werden organisiert und professionalisiert.

Die psychodramatische Gruppenarbeit mit Kindern hat sich seit Jahren bewährt und erfreut sich eines stetig zunehmenden Interesses. Kinder handeln von Geburt an (inter-)aktiv und gestalten so ihren Lern- und Entwicklungsprozess mit. Morenos Bild vom Menschen als „Schöpfer“ gilt bereits für das Neugeborene, wie die moderne Säuglingsforschung zeigt. In der psychodramatischen Gruppenarbeit entsteht im gemeinsamen symbolischen Rollenspiel ein Handlungsfeld, in dem sich die Selbstorganisation der Kinder(-gruppe) entfalten kann. Im kooperativen Prozess des gemeinsam entworfenen und inszenierten Spiels wird Sozialverhalten untereinander ausgehandelt (was passiert z. B., wenn sich alle Kinder für die Rolle des Zauberers oder He-Man entscheiden?), werden Konflikte symbolisch bearbeitet, Handlungskonsequenzen erlebt, spontane Impulse erprobt und gemeinsam kreative Lösungen entwickelt.

Neben dem pädagogischen Einsatz hat sich das Psychodrama in der stationären und ambulanten therapeutischen Arbeit mit Kindergruppen ebenfalls bewährt. Das Verfahren bietet mit seinem Verständnis von Rolle, Rollenerwerb und Gruppenphänomenen eine ideale Grundlage für die therapeutische Nutzbarmachung des Symbolspiels in und mit einer Kindergruppe. Zudem ist das Psychodrama als Gruppenmethode der Lebensrealität von Kindern nahe: Neben dem Wachsen am Erwachsenen stehen Auseinandersetzungen und Erfahrungen in der Peer-group für das Kind an erster Stelle.

Montag, 10.06. bis Donnerstag, 13.06.2019, jeweils 17:00 - 19:15 Uhr
Max. Teilnehmerzahl: 12

In diesem Seminar soll mit Träumen von Kindern und Jugendlichen aus Behandlungen von Teilnehmerinnen und Teilnehmern gearbeitet werden. Dabei soll - zunächst - lediglich der reine Traumtext mit - eventuellen -  Assoziationen der Träumerin oder des Träumers berichtet werden.

Die Seminarteilnehmer sollen mitträumen, assoziieren, fantasieren und nachdenken und u.a. Geschlecht und Alter benennen. Danach kann auch Lebensgeschichtliches einfließen und im Anschluss daran sollen - weiterhin über freie Assoziationen - bestimmte Deutungskriterien erfasst werden: Es stellt sich die Frage nach der Gestimmtheit, welcher Wunsch, welche Ängste finden im Traum ihren Ausdruck? Welcher Fokus kann gebildet werden? Verstehen auf der Objektstufe sowie auf der Subjektstufe, Symbolverstehen, Ausdruck des Übertragungsgeschehens, etc.

Aus den Erkenntnissen soll abschließend eine Diagnose gebildet werden. Für die Behandlung stellt sich schließlich die entscheidende Frage: Was kann aufgegriffen und gedeutet werden?

Montag, 10.06. bis Donnerstag, 13.06.2019, jeweils 17:00 - 19:15 Uhr
Max. Teilnehmerzahl: 30

Im Workshop soll an den Vortrag „Humor und Geschichten als Verwandlungskünstler“ angeknüpft werden und es soll mit den praktischen Methoden der Positiven Psychotherapie den Teilnehmerinnen und Teilnehmern das beispielhafte Erleben dieses Ansatzes zugänglicher werden. Es ist wünschenswert, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Bereitschaft des sich Einbringens mitbringen, denn erst im Erleben verleiht der Humor dem Menschen die Fähigkeit sich aus dem eigenen Standpunkt herauszuziehen und denselben gleichermaßen wie die Standpunkte anderer in feiner Besonnenheit zu belächeln.

Der spieltherapeutische Ansatz in der KJP ermöglicht Kindern einen Spielraum zur Selbstentdeckung zu öffnen. Gleichzeitig soll durch die Anreicherung von Humor eine Kontrastierung unserer Vorstellungwelt durch Heiterkeit gelingen, von unserem gewordenen Selbst Abstand zu entwickeln. Dadurch wird es auch möglich, spontane Phantasien und Eingebungen zu entwickeln, die uns helfen sich authentisch von der Objektsphäre zu lösen, d.h. von prägenden Prozessen, die als Anpassungsprozess an die äußeren Realitäten der Bezugspersonen zu verstehen sind und dann intuitiv neue Gestaltungsräume aufstoßen.

Gerade die Heiterkeit und Freude, die als die Wirklichkeit des Humors verstanden werden können, kennzeichnen die innere Wandlung der Persönlichkeit in ein einheitliches Selbsterleben, was schon etwas überpersönliches hat. In diesem Workshop sollen durch die Anregung von Humor neue Wege eröffnet werden, ernste Themen zu verwandeln, im Sinne von Humor als Erlöser des Verstandes.

Montag, 10.06. bis Donnerstag, 13.06.2019, jeweils 17:00 - 19:15 Uhr
Max. Teilnehmerzahl: 30

Was ist negative Übertragung? Wie gehen wir bewusst oder unbewusst in der täglichen Arbeit damit um? Die Bedeutung der negativen Übertragung für den Behandlungsprozess ist Thema des Workshops.

Nach einer Einführung in das Thema werden wir den Umgang mit der negativen Übertragung in Kasuistiken vertiefen.

Montag, 10.06. bis Donnerstag, 13.06.2019, jeweils 17:00 - 19:15 Uhr
Max. Teilnehmerzahl: 20

Entstehung der Methode, Einblicke in die Entwicklungsmöglichkeiten bei belasteten Kindern und Jugendlichen, diagnostische Aspekte der Haptik an aktuellen Fallbeispielen (Video), exemplarisch eigene Erfahrungen mit dem Material.

Montag, 10.06. bis Donnerstag, 13.06.2019, jeweils 17:00 - 19:15 Uhr
Max. Teilnehmerzahl: 18

In enger Verzahnung von Praxis und Theorie erschließt das Seminar das schöpferische Potenzial kreativer Methoden für die therapeutische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Einstiegshilfen in die Maltherapie, Aspekte der Bildbetrachtung und diagnostischen Auswertung, bildbezogene Prozessgestaltung, Krisenintervention und Gesprächsführung ergänzen einander.

Im Rahmen übungszentrierter Einheiten haben die Teilnehmer die Möglichkeit, Medien und Methoden auszuprobieren, den Blick zu schulen und die eigene Kreativität neu zu entdecken.

Montag, 10.06. bis Donnerstag, 13.06.2019, jeweils 17:00 - 19:15 Uhr
Max. Teilnehmerzahl: 12

Der Workshop in vier Einheiten befasst sich mit verschiedenen Facetten der Geschlechtsvarianz bei Kinder und Jugendlichen.
Geboren im falschen Körper? Nur eine Phase? Geschlecht(erwechsel) als erhoffte Lösungsschablone für andere Probleme? Ritzen und sozialphobische Züge als reaktive Begleiterscheinung der Geschlechtsproblematik?

Was sind transsexuelle Entwicklungen und was machen non-binary- oder gender-queere Menschen aus? Was tun bei Klient*innen mit Geschlechtervarianz?

Der Workshop gibt einen Überblick über diagnostische Möglichkeiten und therapeutische Ansätze, aber auch über die derzeitigen 'Behandlungsstrategien', Verfahrensweisen und -möglichkeiten. Darüber hinaus werden therapeutische, somatische und juristische Aspekte eines Geschlechterwechsels erläutert. Zu der Arbeit am Thema Geschlecht und Geschlechtsidentität gehört auch die Gewahrwerdung und Reflektion der eigenen Geschlechtsidentität und der Geschlechterrolle im Workshop. Es wird eine Mischung aus Impulsen, Gruppengesprächen und  Kleingruppenarbeit angeboten, um sich mit dem Thema vertrauter zu machen und auseinanderzusetzen.

Literaturempfehlung:
Preuss, W. F.: Geschlechtsdysphorie, Transidentität und Transsexualität im Kindes- und Jugendalter. Ernst Reinhardt Verlag München, Basel, 2016

Montag, 10.06. bis Donnerstag, 13.06.2019, jeweils 17:00 - 19:15 Uhr
Max. Teilnehmerzahl: 15

Die Strukturierte Trauma Intervention (STI) ist eine schonende Interventionsmethode zur Trauma-Darstellung und -Bearbeitung, die von D. Weinberg für Kinder (ab 8 Jahre) und Jugendliche entwickelt wurde, aber auch für Erwachsene geeignet ist. Mithilfe eines strukturierten Vorgehens werden die bei dem Trauma erlebten (und oft dissoziierten oder abgespaltenen) Wahrnehmungen und Sinneseindrücke schrittweise rekonstruiert und zunehmend integriert. Die Anwendung, die in Form von Malen stattfindet, kann sowohl in der verhaltenstherapeutischen als auch in tiefenpsychologischen Psychotherapie benutzt werden und erfolgt hauptsächlich bei Patienten mit Einmaltraumta.

Der Workshop gliedert sich in einen kurzen Einführungsteil, in dem die Interventionsmethode und der dazugehörige theoretische Hintergrund aufgezeigt werden und die praktische Anwendung der STI innerhalb der psychotherapeutischen Arbeit mittels eines Fallbeispiels aus der eigenen Praxis dargestellt und anschließend diskutiert wird. Im Praxisteil des Seminars wird dann die praktische Anwendung der STI in Kleingruppen eingeübt. Dabei können die Teilnehmer in der Rolle des Therapeuten oder als „Klienten“ anhand eigener Mini-Traumen persönliche Erfahrungen mit der Interventionsmethode machen und diese in ihrem Ablauf kennenlernen.

Alle TeilnehmerInnen werden gebeten Malutensilien mitzubringen, wenn vorhanden.

Literatur:
Huber, Michaela (2003) Trauma und die Folgen, Teil 1, Teil 2; Jungfermann Verlag, Paderborn
Steiner, Beate; Krippner; Klaus (2006). Psychotraumatherapie. Schattauer; Stuttgart
Weinberg, Dorothea (2005). Traumatherapie mit Kindern. Leben lernen 178, Pfeiffer bei Klett Cotta; Stuttgart.
Weinberg, Dorothea (2010). Psychotherapie mit komplex traumatisierten Kindern. Leben lernen 233, Pfeiffer bei Klett Cotta; Stuttgart.

Montag, 10.06. bis Donnerstag, 13.06.2019, jeweils 17:00 - 19:15 Uhr
Max. Teilnehmerzahl: 14

Kindliche Patienten sind immer auch im bewegten Dialog mit ihren TherapeutInnen. Diese sind gefordert spontan und kreativ zu antworten und sich so auch körperlich einzulassen. Selten sind wir uns dieses Aspektes im Miteinander bewusst.
Auf der Spur des implizit-prozeduralen Körpergedächtnisses knüpfen wir in diesem Workshop an eigenes Bewegungswissen an und betrachten ausgewählte Videosequenzen einer kinder-analytischen Behandlung.

Dabei rücken wir den Bewegungsdialog des therapeutischen Paares in den Mittelpunkt. Ausgehend von den Bewegungsthemen der psychoanalytischen Dyade und der beschreibenden Beobachtung begeben wir uns zu den Orten einer systematischen Bewegungsanalyse und psychoanalytischer Theorien. Diese werden wir in Körperübungen explorieren und konkretisieren. Von hier aus thematisieren wir schließlich die Implikationen der Bewegungsanalyse für intrapsychische Prozesse wie Affekte, Bedürfnisse oder Abwehr sowie für Kommunikation und Beziehung.

In und durch Bewegung wollen wir uns so selbst und die Anderen erfahren und damit eine Grundlage für die bewusste Einbeziehung von Bewegungsthemen in die therapeutische Arbeit legen.

Montag, 10.06. bis Donnerstag, 13.06.2019, jeweils 17:00 - 19:15 Uhr
Max. Teilnehmerzahl: 20

„Bevor der liebe Gott die Welt erschaffen hat, hat er sie errechnet.“ (M. Abud)

So die Aussage als ich diese Zahlensymbolik Ende der 90er Jahre kennenlernte. Zahlen tauchen so oft auf. Zahlen sind so alt wie die Welt. Geburtszahlen, Lieblingszahlen. Zahlen, denen wir immer begegnen. Wir haben oft eigene Bilder zu Zahlen etc. Alle Mythologien denken in Zahlen.

Das Seminar soll vielleicht einen Blick in die symbolische Betrachtungsweise eröffnen. Symbolik ist Betrachtung unter dem Aspekt, sowohl – als auch. Die Zahlen sprechen vielleicht eine eigene Sprache, die uns zum Nachdenken bringen und vielleicht neue Gedankengänge und Erfahrungsinhalte eröffnen. Einige Themen aus dem Seminar: Die Grundzahlen 1-10, bzw. 0 (binärer Computercode); die Null (wird in vielen Veröffentlichungen zur Numerologie nicht berücksichtigt); das Pentagramm, meine Möglichkeit der Darstellung der Grundzahlen; die Geburtszahlen im Pentagramm; zweistellige Zahlen; mehrstellige Zahlen; Primzahlen.

Eine Frage: Können Geburtszahlen uns in der Arbeit als KJP helfen, um Fragen in Bezug des Kindes und seiner Familie zu stellen? Errechnet oder Zufall?
Entscheiden Sie ob es esoterische Spielerei oder Ergänzung des Blickwinkels.

Buchempfehlung: 
NumeroLogic  M. Abud / N. Pilaar. Eigenverlag.

Montag, 10.06. bis Donnerstag, 13.06.2019, jeweils 17:00 - 19:15 Uhr
Max. Teilnehmerzahl: 15

Kompetenz in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

Vertieftes Fachwissen, Zugang zu neuen Forschungsergebnissen und gegenseitige Unterstützung sind die Grundlage für die Auswahl der Workshopthemen.


Veranstalter

KIKT Akademie e.V.
Antwerpener Str. 46
50672 Köln


Fax

0221 511797